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Mit Sushi und Schafspelz

Aufbruch zu neuen Horizonten

Monat

Dezember 2016

Schöne Bescherung

Voller Vorfreude haben wir uns aus Vietnam verabschieded. Kulinarisch hat uns Vietnam auch an den letzten Tagen nicht mehr sonderlich beglückt und so freuten wir uns über die wieder etwas würzigere Laotische Küche. 

Doch dann sollte alles anders kommen. Am zweiten Tag nach der Grenze hatte Cornelia einen Sturz und brach sich dabei den Ellenbogen. Von da an funktionierten wir beide nur noch im Modus „Emergency“. Als uns bewusst wurde, dass Körndle nicht mehr aufs Rad steigen kann, organisierten wir einen Transport ins nächste Spital um den Schaden zu checken. Ohne Worte, aber mit Handzeichen und Bildern erklärten wir den Leuten vor Ort, dass wir ein Taxi brauchen. Als der nächste Sammeltransport angerauscht kam, notabene schon fast voll, stand das halbe Dorf auf die Strasse und handelte für Körndle einen Platz in der Fahrerkabine, für mich ein Sitz auf der Ladefläche und für die Velos Stauraum auf dem Dach aus. 

Nach 4h Fahrt erreichten wir Phonsavan und somit auch ein Spital mit Röntgenapparat. Obschon wir Laien auf den Röntgenbildern nichts erkennen konnten, meinte der Arzt, gebrochen und eine Reperatur wäre nur in Vientiane (Hauptstadt Laos) möglich. 

Also holperten wir am nächsten Tag geschlagene 11h in einem Minibus, mit viel zu kurzem Sitzabstand, durch bezaubernde Landschaften nach Vientiane. Auf der Reise wurde uns aber klar, dass solch ein Eingriff der Hand eines Fachkundigen bedarf und wir die Operation lieber in der Schweiz machen lassen. Denn das was wir an Spitäler auf unserer Reise bis jetzt angetroffen haben, weckt nicht gerade viel Vertrauen. 

Das Bewusstsein, dass unsere Reise so einen Unterbruch erfährt und wir nun wieder in die Schweiz reisen, anstelle das Jahresende in Südostasien zu verbringen, nagte stark an unserem seelischen Wohlbefinden. So ein jäher Abbruch/Unterbruch all unserer Pläne und Ziele muss zuerst verdaut werden.   

In der Hauptstadt angekommen, quartierten wir uns in einem netten Hotelzimmer ein, mit viel Platz, um die Fahrräder und unser Gepäck zu verpacken. Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach 2 Velokartons und geeigneten Taschen um unsere Sacochen reisetauglich zu verpacken. Dann gings ans verpacken, umpacken, wieder entpacken…. stundenlang. Körndle übte sich in ihrer Geduld, da einarmig keine grosse Mithilfe geleistet werden konnte. Zwischendurch ein Thaicurry zwischen die Zähne (Thailand ist ja nur gleich über den Mekong) und abends ein Bierchen um den Stress etwas zu vergessen. 

Zum Glück konnten wir aber gleich Flüge mit Thai ab Vientiane nach Zürich buchen und zwei Tage später waren wir bereits in der Luft. Einzig die Velos gaben noch Diskussion am Flughafen. Die Dame hinter dem Schalter wusste nicht wie das Extragewicht der Fahrräder zu berrechnen und wollte uns 55$ pro Kilo Übergewicht abknöpfen. Bei 82kg anstelle 60 wären das somit 1’210$ Aufpreis und mehr als das die Flüge uns kosteten! Aber unser Verhandlungsgeschick lässt uns auch hier nicht im Stich und so bezahlten wir schlussendlich 150$ für beide Räder und das ist mehr als ein fairer Preis. 
In Kloten wurden wir von Paul und Ändu in Empfang genommen. Ich kann den beiden nicht genug danken für ihren Supprt, denn nun konnte ich zum ersten mal seit dem Unfall die Verantwortung abgeben. Nach einem Kaffee und einer Dusche gings gleich weiter ins Inselspital. Operiert wurde Körndle dann am 24. was zum Elend des Sturzes ihr auch noch das ganze Weihnachtsfest vermieste. 

Nun sind wir alle wohlauf bei den Eltern von Cornelia in Grafenried untergebracht. Ich mache mir Gedanken, wie ich die Zeit der Genesung verbringen will und werde mich nach einer Temporärstelle umschauen. Körndle lagert ihren Arm hoch und lässt sich von allen Seiten verwöhnen. Und gemeinsam schlagen wir uns mit einer Versicherung um die Ohren, von welcher wir noch keine Zusage haben, dass die Behandlungskosten auch gedeckt sind. 

Für uns ist aber eines klar, dies ist ein Unterbruch und kein Abbruch der Reise. Also, ihr könnt gespannt sein, wann und wo es wieder weitergeht. All das erfährt ihr natürlich über diesen Kanal. 

Lieber Gruss und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch, 

Körndle & Patrik  

Good Morning Vietnam

Nachdem wir bei Michael in Kunming weitere zwei gemütliche Tage verbracht haben, liessen wir uns mit Bus an die Grenze China/Vietnam fahren. Die Strecke schenkten wir uns aus verschiedenen Gründen – keine grösseren Highlights, angekündigte Baustellen und das Wetter. Am Tag der Abreise war es in Kunming recht kühl Im Nieselregen fuhren wir zur Busstation und auf der Fahrt Richtung Heku, Grenzort, regnete es wieder mal recht stark. Bevor unser Material im Bauch des Buses verstaut werden durfte, gabs wieder riesen Diskussionen wegen Preisen und ob all das Material überhaupt grundsätzlich mitgenommen wird. Mit Pädu’s Coolman-miene und Verhandlungsgeschick war bald ein Preis bestimmt und es durfte geladen werden. Aber Achtung was steht da genau auch noch im Bauch des Buses? Drei riesen Gitterkäfige voll kleiner jaulender Hunde. Die sind so eng eingepfercht, dass die einander bepinkeln und die Scheisse ist toll am dampfen. Na ja das ist China, da herrschen andere Gesetze – Tierschutz wieso? Augen zu und durch.

In Heku durften wir unsere Taschen zuerst einmal von Hundepisse und Scheisse befreien. Ich habe zum Glück ein kleines No-Name-Parfüm bei mir und damit sprayte ich alles am Abend im Hotelzimmer noch so richtig ein. Das war unsere letzte Nacht in China und wir konnten endlich wieder das Fenster über nacht geöffnet lassen, da das Wetter auf schwül-warm und Sonne umgestellt hatte.

Am 30. November überquerten wir die Grenze nach Vietnam, unserem 17. Land. In 5 Tagen radelten wir durch Bananenplantagen, entlang dem Red- und Lu-River und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Auch muss nun vor Abfahrt wieder an Sonnencreme gedacht werden. Im Gegensatz zu den versteinerten Minen der Chinesen, winken uns hier die Leute lachend entgegen.    

In Hanoi nächtigten wir bei Quyin, einem Warmshowerhost. Es war und ist ein Erlebnis. Sein Zuhause ist vollgepackt mit Allerlei. Von der Türe bis zum Bett hatten wir eine schmale Einbahnspur und für das Material blieben noch so knappe 1m2. Wo beginne ich hier mit Aufräumen – waren oft die letzten Gedanken vor dem Einschlafen ;-).

Er war uns aber sehr behilflich in Sachen Essen. Wir sind beide ins Chinesische Essen vernarrt und waren enorm enttäuscht als wir in Vietnam in ein Restaurant einkehrten. Ausser Reis, Eier und etwas Grün gabs noch bitteren Grüntee, aber das wars dann. In Hanoi fanden wir endlich das viel gerühmte Vietnamesiche Essen. Nudelsuppe mit würzigen Kräutern und zum Frühstück brachte uns Quyin immer „Stickyrice“ (Klebereis) mit Zwiebeln und vermanschten Erbsen – so ala Röschti. Was uns in Vietnam die Speisekarte aber jeden Tag bereicherte, war die Auslage an bekannten und unbekannten Früchten, meist frisch vom Baum um die Ecke. 

Das Treiben in Hanoi beschreibt man am besten als „Motorrad-fahrender-Ameisenhaufen“. Es gibt zwar Trottoirs, nur nicht für Fussgänger, sonder als Parkplatz für Motorräder, was den sonst! Als armselige, herumlaufende Kreatur steht man dementsprechend am unteren Ende der Nahrungskette.  

Dr Samichlous haben wir verpasst, jedoch kam ds Christchindli bei uns schon etwas früher. Wir gönnten uns eine Halong Bay Cruise Tour auf einem 3* Schiff. Einmal für drei Tage Tourist – echter Tourist – sein und die Gedanken baumeln lassen. Der Bus holte uns „zu Hause“ ab und führte uns bis zum Schiff. Einmal die Kaijüte bezogen gabs den Welcome Drink und anschliessend Mittagessen. Schlag auf Schlag gings weiter mit einer Höhlenbesichtigung und Kajaken. Für die Dusche gabs 30 Minuten Zeit und schon wieder Essen mit vorab einem Vietnamesischen Portwein Apéro. Nach einer kurzen Nacht erhielten wir um 6.30h eine Kurzbleiche in Tai Chi. 7.00h Frühstück und 7.40h Abfahrt zur Perlenfarm, wiederum Kajaken oder Schwimmen dazwischen Mittagessen. Zurück auf dem Hauptschiff stand wieder ein Apéro und leckeres Nachtessen auf dem Programm. Die Rückfahrt in den Hafen am letzten Tag verbrachten wir lesend auf dem Deck und genossen nochmals die enorm schöne Aussicht in die traumhaften vielen Inselchen. Ein rundum Sorglospacket, fast schon schweizerisch pünktlich durchorganisiert, das wir wärmsten weiterempfehlen können. Danke auch Dir Ändu für die vorab guten Tips und Empfehlungen.

Die letzten fünf Tage sind wir wieder per Rad unterwegs und werden voraussichtlich übermorgen die Grenze nach Laos überqueren. Vietnam hätte noch viel zu bieten. Jedoch führt uns unsere Reise weiter nach Laos und Thailand. Am 10.01.2017 erwartet uns die Thai Airways und fliegt uns nach New Zealand.

Bis dahin heisst es nochmals strampeln was das Zeug hält. Kurz vor der Laotischen Grenze steht uns einen Aufstieg von 1000 m bevor wiederum auf nur kurzer Strecke. Wir hoffen auf keine senkrechte Wand 🙂 🙂 :-).

Wo und wie wir die Festtage verbringen werden ist unklar. Respektive wir nehmen diese auch nicht wirklich wahr. Ausser ein paar mini Tannenbäume und kleineren Merry Christmas Werbungen gibts hier nichts was uns daran erinnert.

Wir wünschen unseren Familien, Freunden, fleissigen Bloglesern und Kommentarschreibern frohe Festtage. Die feinen Guetzlis sollen mit Euch sein.

Frohe Festtage

Körndle & Patrik

Odyssee Hongkong

Bereits ein paar Wochen zum Voraus haben wir diesen Abstecher nach Hongkong geplant. Schliesslich mussten wir ja Flugtickets organisieren und diese sind bekanntlich günstiger im Voraus (oder gratis im Nachhinein).

Die Idee unsere Reiseroute zu verlassen, die Fahrräder für ein paar Tage zu parkieren und nach Hongkong zu fliegen hatten wir um die dort lebende Burgdorfer Delegation zu besuchen. Zudem kam es uns gelegen, dass wir ein paar dringend benötigte Sachen an eine uns vertraute Adresse schicken lassen konnten.

Bei Michael, unserem netten Gastgeber in Kunming, durften wir die Velos und das meiste unseres Gepäcks für ne Woche einstellen. Nach einem gemütlichen Abend (Körndle bekochte uns und wir Mannen kümmerten uns ums Bier), mussten wir am nächsten Morgen bereits um 4:00 aus den Federn. 07:45 war Abflug. 

Hongkong präsentierte uns an diesem Morgen mit einem Mix aus Wolken und Sonne. Noch am Flughafen bezogen wir unsere Octopuskarten (el. Zahlungsmittel für Metro, Bus und kleine Beträge in Shops) und stiegen in den Bus Richtung HK Island. 40min dauerte die Fahrt, entlang am Meer, an Wolkenkratzern und an viel Wald. Ja, Hongkong ist wohl einer der dicht besiedelsten Orte der Welt, jedoch ist man fast von überall innert kürzester Zeit im Grünen. Der längste Wanderweg geht über 100km und man bewegt sich konstant ausserhalb der Stadtgrenze. 

Nun, was noch wichtig zu erwähnen ist, obschon Hongkong seit 1997 zu China gehört, gelten hier eigene Spielregeln. Z.b.braucht man als Europäer kein Visum, bezahlt wird in Hongkong Dollar und die offizielle Sprache ist Kantonesisch. Anders herum aber, reist man aus China nach Hongkong, verliert das China Visum seine Gültigkeit. Da wir nur ein „single entry“ Visum für China hatten, bedeutete dies, wir müssen in HK ein neues lösen.

Angekommen auf der Insel, quartieren wir uns erstmal bei unserer Gastfamilie, Chloe und Jacques ein. Nachdem unsere hungrigen Bäuche gefüllt waren, machten wir uns auf, die Stadt zu entdecken. Ab ins doppelstöckige Tram und auf nach Causeway Bay, schliesslich haben wir ein grosse Shoppingliste mit nach Hongkong genommen. Im Gegensatz zu China sind hier die Importzölle viel tiefer, was ausländische Ware erschwinglich macht. Nur der Tag und Ort war die falsche Wahl unsere Shoppingtour zu starten. Die vielen Leute erdrückten uns fast und schnell hatten wir die Schnauze gestrichen voll, sodass wir wieder zurück in unser neues Zuhause zottelten. 

Montag morgen war Visum Tag. Gemeinsam mit unseren Gastgeber standen wir auf (7:30), sie an die Arbeit und wir auf in die Chinesische Botschaft. Da wir auf nummer sicher gehen wollten, besorgten wir uns vorab Kopien aller erdenklichen Dokumente. Einmal in der Botschaft, warteten wir ca. 1.5h bis uns ein Schalter zugewiesen wurde. Hierzu ist anzumerken, draussen war es sommerlich warm, drinnen aber sibirisch kalt. So schlotterten wir in Shorts und T-Shirt wartend vor uns hin. Einmal am Guichet nahm die Unfreundlichkeit in Person unsere Papiere entgegen, blickte kurz darauf, schmiss uns das ganze wieder entgegen und meinte nur kurz „Namen fehlen auf der Hotelbuchung und wo ist der Rückflug (aus China)?“ Aber wir reisen doch Überland! Keine Diskussion, nächster bitte. Ups, was nun.

Das mit der Hotelbuchung war easy, einfach einen neuen Ausruck besorgen, erledigt. Wo nehmen wir aber eine Flugbuchung her, die wir so nicht machen werden?! Wir hatten die Idee, ein Zugsbillett bis an die Grenze zu lösen. Kosten 3CHF p.P. nicht so tragisch wenn wir die verfallen lassen. 

Am Nachmittag Runde N°2 auf der Botschaft. Natürlich wieder 1,5h warten. Mit der Dame hinter dem Schalter hatten wir nun etwas mehr Glück. Nur auch die wollte uns kein Visum geben ohne Rückflugbestätigung. Oh, je, werden wir unsere Räder jemals wiedersehen? Beim Abendessen erzählten wir Jacques und Chloe von unserer Misere. Jacques meinte nur, wieso nicht einen fiktiven Rückflug vorweisen? Gesagt getan, kopierten wir das Dokument von unserem Hinflug, änderten das Datum und schon hatten wir unsere Bestätigung. 

Dienstag 09:00 zurück auf der Botschaft. Da Wartezeit hielt sich diesmal in Grenzen. Überzeugt, dass wir alle Dokumente vorweisen können, traten wir an den Schalter. Erste Frage: Wo ist der Ausreisestempel von eurem Aufenthalt in der Türkei? Was, wie, wo nun?! Was spielt hier die Türkei für ne Rolle??? Aber gut, Leute hinter der Scheibe einer Botschaft haben natürlich immer Recht. Also einmal erklärt, dass das verschmierte Ding neben dem Einreisestempel der Ausreisestempel ist, ging die Fragerei weiter. Was habt ihr in der Türkei gemacht? Wieso habt ihr ein Jahr Urlaub? Wo geht die Reise sonst noch hin? Wie finanziert ihr das? Ihr kommt doch aus Kunming, wieso fliegt ihr dahin zurück? usw. Die ganze Fragerei brachte uns ziemlich aus dem Ruder und obschon unser Dossier angenommen wurde, waren wir überzeugt, dass wir am Freitag einen negativen Bescheid entgegennehmen werden und so nicht wieder nach China zurückreisen können.

Dies hat uns natürlich den ganzen Tag versaut. Wir schlenderten noch etwas lustlos durch die Läden und versuchten uns von den negativen Gedanken abzulenken. Draussen regnete es nun in Strömen, was auch nicht gerade hilfreich war um unsere Stimmung aufzuhellen. Erst am Abend, als wir zu viert beim Inder um die Ecke speissten, konnten wir die Misere etwas vergessen. 

Am Mittwoch wechselten wir Gastgeber. Die neue Bleibe war in Sai Kong, etwa eine Stunde mit dem Bus aus der Stadt. Wir haben diesen Ort gewählt, da hier ein paar super schöne Wanderungen starten und zudem die besten Strände von Hongkong anzutreffen sind. Leider war das Wetter an diesem Tag immer noch regnerisch und so verbrachten wir die meiste Zeit irgendwo drin.

Unser neuer Gastgeber überraschte uns mit einer Flasche Wein und französischem Brie. Wow, genau das was unsere Seele nun braucht. Als am nächsten Tag uns auch noch die Sonne vom Himmel lachte, war die Welt wieder in Ordnung. Unserer Wanderung stand nichts mehr im Wege. Zudem trafen wir am Abend meine Kollegen und wie es sich gehört unter Schweizern die fern der Heimat sind, man geht ins Swiss Chalet und bestellt ein Fondue! Gut, in der Schweiz würde der Koch wohl nicht mehr lange dort arbeiten aber für ein Fondue gute 10’000km ab der Heimat war es ganz ok. Wichtiger war die gute Gesellschaft. Und wir erhielten ein Stück Appenzeller und eine Tafel Nussschokolade frisch importiert aus der Schweiz. Was will man da noch mehr. 

Freitag war Tag der Wahrheit. Zurück bei der Botschaft ging nun alles sehr schnell. Wir beide am Eingang, nur einer darf rein, ich hoch, 3. Stock, Schalter 1, Quittung abgeben, 400HK$ bezahlen, Schalter 2 Pässe entgegennehmen und wieder raus. Alles ging so schnell, ich hatte nicht einmal Zeit nervös zu werden. Das Beste aber, wir hatten unser neues China Visum 🙂🙃🙂. 

Am Samstag wechselte das Wetter wieder auf Sturm. Zum Glück luden uns Jacques und Chloe nochmals zu sich ein und wir wurden mit einer Tartiflette (Käseauflauf) und einer Flasche Weisswein verwöhnt. 

Am Flughafen kam aber nochmals Nervosität auf, als der Mann am Check-in Schalter nach dem Rückflug fragte. Da wir den fiktiven Rückflug mit der selben Airline getrickst hatten wie unser regulärer Flug, konnte wir hier natürlich nicht schwindeln. Also tischten wir ihm die Wahrheit mit der Überlandreise auf. Darauf hin mussten wir einen Zettel unterschreiben wo draufstand, dass die Airline nicht verantwortlich gemacht werden kann, wenn uns der Zoll bei der Landung in Kunming abweisen sollte. Ok, langsam machten wir uns über solchen Schwachsinn keine Gedanken mehr. Und auch diesmal sollten wir Recht behalten. In Kunming fragte keine Sau nach irgendwelchen Rückflügen oder sonstigen Papieren. Es war spät, alle wollten nach Hause, wir hatten ein gültiges Visum, also Stempel rein und adios amigos.

Müde aber glücklich fielen wir bei Michael ins Bett. 

Wie es weiter geht, erfährt ihr im nächsten Bericht. 

Liebe Grüsse,

Körndle & Patrik  

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